Konferenzen

Steinwächter: Erinnerung und Zukunft der alpinen Befestigungsanlagen von Cuneo

15. Mai - 15:00 Uhr Ehrenhalle der Gemeinde Cuneo (Karte öffnen)

Steinwächter: Erinnerung und Zukunft der alpinen Befestigungsanlagen von Cuneo

In den Bergen der Cuneo-Täler erheben sich imposante Befestigungsanlagen, die seit Jahrhunderten die Alpengrenzen und ihre Siedlungen bewachen. Diese „steinernen Wächter“ sind nicht nur militärische Relikte, sondern ein lebendiger Bestandteil der regionalen Identität. 

Die Konferenz, ein mehrjähriges Projekt, entstand aus dem Wunsch der FAI-Delegation Cuneo in Zusammenarbeit mit der Artea-Stiftung, diese Bauwerke zu erfassen und aufzuwerten und so das historische Gedächtnis in ein gemeinsames Kulturerbe zu verwandeln. Die Untersuchung befasst sich in dieser ersten Phase mit der Entwicklung der Verteidigungsanlagen zwischen der Reformation im 18. Jahrhundert und der albertinischen Ära im 19. Jahrhundert in den Festungen Demonte, Vinadio und Limone Piemonte – strategischen Knotenpunkten entlang der Hügelketten Maddalena, Lombarda und Tenda. Hier passte sich die Militärarchitektur den veränderten Kriegsformen und der Macht der Artillerie an.

Ein besonderer Bereich ist der Wiedergeburt der Festung Vinadio gewidmet: Die 2016 von der Gemeinde erworbene Anlage wird von einem Verteidigungssymbol in einen Ort der Kultur und Inklusion umgewandelt, wo die Mauern wieder Raum für die Teilhabe der gesamten Gemeinde bieten. Zu den Referenten gehören Daniele De Angelis, Architekt und Kenner der Militärarchitektur des 19. und 20. Jahrhunderts; Massimo Robotti, Experte für Militärgeschichte des 19. Jahrhunderts; Anna Bertola, Leiterin der Denkmalpflegeabteilung der Gemeinde Cuneo und ehemalige Leiterin des Technischen Amtes der Gemeinde Vinadio; Davide De Luca, Direktor der Artea-Stiftung; und Loris Emanuel, Präsident des Bergverbands Valle Stura.

Eingeleitet und moderiert von Roberto Audisio, Leiter der FAI-Delegation aus Cuneo.

Zur Vervollständigung des Werbekonzepts bietet die FAI-Delegation Cuneo in Zusammenarbeit mit der Artea-Stiftung am Sonntag, den 17. Mai, ein unvergessliches Event an : „Stimmen aus Stein: Erinnerungen und Graffiti im Fort Vinadio“ . In Begleitung von FAI-Geschichtenerzählern entdecken die Besucher eine intime und bisher unbekannte Seite des Forts: die Zeichen und Graffiti, die die dort dienenden Soldaten an den Mauern hinterlassen haben – auf völlig neue Weise. Eine Geschichte von Erwartungen, Hoffnungen und dem Alltag, für immer in Stein gemeißelt.



Führungen starten am Eingang der Caserma Carlo Alberto (Via Guardia alla Frontiera 2)
zu folgenden Zeiten: 10:00, 11:00, 14:30, 15:30 und 16:30 Uhr. Für die Teilnahme wird ein Beitrag von 8 € (5 € für FAI-Mitglieder) erbeten, der die Mission der FAI zur Förderung und zum Schutz des italienischen Kunst- und Naturerbes unterstützt.

Informationen und Reservierungen sind unter faiprenotazioni.fondoambiente.it.

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